
In Singapur gibt es wegen des über 20-jährigen Bestehens der TUM Asia ein besonders verwurzeltes Alumni-Netzwerk. Um es weiter zu vertiefen, wurde dort das erste TUM Alumni Chapter gegründet. TUM Alumnus Rakesh Kumar übernahm gerne die Rolle des Chapter Directors – um der TUM-Community etwas zurückzugeben.
In dieser Zeit hielt das Aufnahmebüro der TUM engen Kontakt mit ihm. „Sie fragten mich in regelmäßigen Abständen, wie es mir mit der Situation ging, und waren so verständnisvoll und nett“, erzählt er. „Sie gaben mir das Gefühl, bereits zur Familie der TUM zu gehören.“ Es ist einer der Gründe, warum er sich für die TUM engagieren möchte. „Ich habe von der TUM so viel mitgenommen. Was ich zurückgeben kann, ist meine Zeit und mein Wissen.“
„Das Netzwerk in Singapur ist ziemlich stark“
Schon als Student übernahm er Aufgaben für die TUM Community. Er führte Interviews für die Internetseite der TUM und organisierte Events. Nach seinem Abschluss engagierte er sich weiterhin, zunächst als Mitglied des Alumni-Ausschusses, dann als dessen Präsident. Als in Singapur das erste offizielle TUM Alumni Chapter gegründet wurde, übernahm er gerne die Rolle des Direktors, um das Alumni-Netzwerk weiter zu stärken. Weil die TUM Asia schon mehr als 20 Jahre in Singapur besteht, ist sie dort fest verwurzelt. Das neugegründete Chapter hilft, den Austausch der Alumni noch weiter zu institutionalisieren und zu unterstützen.
WIE DAS ALUMNI CHAPTER DAS ANKOMMEN ERLEICHTERT
Mit den Alumni-Treffen will Rakesh Kumar Räume schaffen, in denen sich die ehemaligen Studierenden der TUM und der TUM Asia zwanglos kennenlernen und austauschen können. „Das Netzwerk hier ist ziemlich stark und gemischt aus Absolventinnen und Absolventen, die in München und die in Singapur studiert haben“, erzählt er. Neben der beruflichen Vernetzung sei es über das Netzwerk besonders einfach, Kontakte zu knüpfen, gerade wenn man neu nach Singapur gekommen sei.
Deswegen organisiert Rakesh Kumar mehrere Treffen pro Quartal, die Freude machen sollen. Zum Beispiel waren die Alumni schon gemeinsam bowlen oder hatten ein Grillfest am Strand. In Zukunft möchte er gerne auch Treffen planen, bei denen das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle spielt. „Ich fände es zum Beispiel schön, wenn wir gemeinsam einen Abschnitt vom Strand säubern oder gemeinsam Bäume pflanzen würden“, sagt er.
Auch die Verbindung zwischen den Alumni und den aktuellen Studierenden der TUM ist ihm wichtig. Deswegen organisiert die TUM Community in Singapur unter anderem Austausch-Sessions, in denen Studierende den Experten aus der Industrie Fragen zu ihren jeweiligen technischen Schwerpunkten stellen können.
EIN MASTER MIT STANDORTVORTEILEN
Rakesh Kumar selbst sagt, dass ihn der Master in Green Electronics mit seinen Schwerpunkten in nachhaltiger Technologie und Nanotechnologie optimal für seine Stelle in der Industrie vorbereitet habe – auch wegen der vielen Praxiserfahrung. Besonders gut fand er auch die enge Anbindung zur Lehre der TUM in München, weil Professorinnen und Professoren aus München immer wieder für das Unterrichten nach Singapur reisen.
Für ihn bietet der Campus in Singapur, inmitten der boomenden Halbleiterindustrie, einen großen Standortvorteil, wenn man später Karriere in der Industrie machen möchte: „Man findet leicht passende Praktikumsplätze während des Studiums oder kann seine Abschlussarbeit gut bei einem Unternehmen schreiben. Dann hat man schon einen Fuß in der Tür.“ Außerdem ist er sich sicher, dass der gute Ruf der TUM Asia ihm geholfen hat, seinen begehrten Job als Senior Silicon Design Engineer beim Chip-Unternehmen AMD zu bekommen. „Die TUM steht in der Industrie für Qualität, der man vertrauen kann.“
EIN SCHNELL WACHSENDES UMFELD
In seinem Job arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung. „Ich muss darüber nachdenken, welche Erwartungen die jeweiligen Kunden an das Produkt haben – und dann coden“, erzählt er. Am Ende testet er das Produkt und überprüft, ob es die Bedürfnisse des Kunden erfüllt. Dabei hilft ihm, dass er bei einem früheren Job in der Industrie selbst als Kunde mit AMD-Halbleitern gearbeitet hat – er kennt also die andere Seite.
In Singapur anzukommen, fiel Rakesh Kumar leicht. „Singapur ist eine sehr gastfreundliche Stadt“, sagt er. Die Metropole erinnert ihn mit ihrer Geschwindigkeit und Technologieverliebtheit an seine indische Heimatstadt Bangalore. Um einen Ausgleich zu seinem Job zu haben, hat er viele kleine Routinen gefunden, die ihm guttun. Morgens meditiert er und macht Yoga, abends kocht er gerne und spaziert durch die Nacht. „Dabei kann ich am besten darüber nachdenken, welche nächsten Schritte ich gehen möchte – in meiner Arbeit und in meinem Leben.“

Rakesh Kumar fiel das Ankommen in der Hightech-Metropole Singapur leicht. Er stammt aus Bangalore, dem indischen High-Tech-Zentrum. „Singapur ist ein sehr gastfreundliches Land“, sagt er (Bild: privat).

Bild: privat
Master Green Electronics 2024
TUM Alumni Chapter Director
Rakesh Kumar ist in der indischen Stadt Bangalore aufgewachsen. Dort machte er auch seinen Bachelor of Science in Elektrotechnik an der PES-Universität.
Nach seinem Abschluss arbeitete er etwa vier Jahre bei dem Unternehmen Tektronix als Design Engineer. Er entschied sich dafür, sich für das Master-Programm „Green Electronics“ an der TUM Asia in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Nanyang in Singapur zu bewerben, um optimal auf eine Zukunft in der sich schnell entwickelnden Halbleiterindustrie vorbereitet zu sein. Er schloss seinen Master of Science im Sommer 2024 ab und arbeitet seitdem als Senior Silicon Design Engineer beim Halbleiterunternehmen AMD.
Seit seinem Abschluss engagiert er sich in verschiedenen Rollen für die TUM Alumni. Im Herbst 2025 wurde er Chapter Director des ersten offiziellen TUM Alumni Chapters in Singapur.


