TUM Alumna Christina Hering im Olympischen Dorf in Tokio 2021.

Mit gerade einmal 26 Jahren ging TUM Alumna Christina Hering schon zweimal bei Olympia an den Start. Die Teilnahme war für sie eine Ehre und absolutes Highlight in ihrer sportlichen Karriere. Das Bild zeigt sie im Olympischen Dorf in Tokio 2021 (Bild: Privat).

Alumni Sportler
Leichtathletin Christina Hering
„Als Sportlerin ist es wichtig, in Bildung zu investieren“
25. Okt. 2021  |  
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TUM Alumna Christina Hering (Bachelor Wissenschaftliche Grundlagen des Sports 2017, Master Management 2020) hat zwei Studienabschlüsse und 15 Titel bei Deutschen Meisterschaften in der Tasche und ging zweimal bei den Olympischen Spielen an den Start. Durch ihre Ausbildung von der TUM hat sie sich immer bestens gewappnet für eine berufliche Karriere nach dem Weltklassesport – und leitet seit März als Geschäftsführerin die LG Stadtwerke München, einer Gemeinschaft mehrerer Münchner Vereine.
Schon mit acht Jahren war Christina Hering im Leichtathletik-Verein. Seit dem sechzehnten Lebensjahr betreibt sie den 800-Meter-Lauf als Leistungssport. Durch Ehrgeiz, Können und ihre Schrittlänge läuft die 1,87 Meter große TUM Alumna den meisten Konkurrentinnen davon. Im Weltklasse-Ranking belegt sie Platz 28.

Da sie schon parallel zum Abitur die ersten internationalen Erfolge in der Deutschen Nationalmannschaft feierte, wollte Christina Hering unbedingt in München in ihrem gewohnten sportlichen Umfeld bleiben. Gleichzeitig lag ihr aber auch sehr daran, durch ein Studium an der TUM in ihre berufliche Zukunft jenseits des Leistungssports zu investieren.

DOPPELT IM RENNEN

Mit gutem Zeitmanagement und viel Disziplin war es Christina Hering möglich, parallel zum Sport den Bachelor in Grundlagen des Sports und den Master in Management an der TUM zu absolvieren. „Als Sportlerin ist es sehr wichtig, in Bildung zu investieren, denn sportlicher Erfolg ist naturgemäß auf ein bestimmtes Alter begrenzt“, sagt sie. „Für eine Karriere im Beruf fühle ich mich durch die exzellente Ausbildung der TUM gut vorbereitet.“

Manchmal gab es für Christina Hering aber auch Zeiten, in denen sie sich wünschte, nur Sportlerin oder nur Studentin zu sein, um sich voll und ganz auf eines von beiden konzentrieren zu können. Einige der Prüfungen fielen zeitlich mit wichtigen Wettbewerben zusammen. Dann war es nicht nur eine Frage der Zeit, beides zu schaffen, sondern auch eine Frage der Konzentration.

PARTNERUNIVERSITÄT DES SPITZENSPORTS

Christina Hering erinnert sich auch an die positiven Seiten ihrer Studienzeit. „Ich habe das Campus-Leben an der TUM zwischen den Trainingseinheiten sehr genossen“, sagt sie. „In diesen Momenten war es mir möglich, die Sportblase zu verlassen und mich mit meinen internationalen Kommilitonen über ganz andere Themen auszutauschen.“

Christina Hering beim Laufen.

Bild: Privat.

Für eine Karriere im Beruf fühle ich mich durch die exzellente Ausbildung der TUM gut vorbereitet.

Von der TUM wurde die Sportlerin wo es nur ging unterstützt. So rechnete ihr die TUM School of Management ihre internationale Erfahrung und interkulturelle Kompetenz durch den Sport als zweimonatiges Auslandspraktikum an. Ohne dieses Entgegenkommen hätte Christina Hering mit ihrem eng getakteten Trainings- und Wettkampfplan das obligatorische Praktikum nicht absolvieren können.

EIN LEBEN FÜR DEN SPORT

Gleich zweimal ging für Christina Hering der größte Traum einer jeden Weltklassesportlerin in Erfüllung: die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Jeweils kurz zuvor gab sie noch ihre Bachelor- und Masterarbeit ab. Zwar reichte es für die 18-fache Deutsche Meisterin im 800-Meter-Lauf, die sich auf Social Media den Spitznamen „Running Fischi“ gegeben hat, weder bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro noch 2021 in Tokio zu einer Medaille.

Doch Christina Hering sieht es sportlich und ist dennoch dankbar, dass sie zwei Mal bei diesem wichtigen Sportevent dabei sein durfte. „Mit meiner sportlichen Leistung in Tokio war ich leider nicht zufrieden, aber insgesamt schaue ich trotzdem auf ein tolles Event zurück“, sagt sie. „Trotz der strikten Corona-Vorkehrungen damals kam die ganz besondere Atmosphäre auf, die durch die Zusammenkunft verschiedener Sportarten und Nationen entsteht.

Mit zwei erfolgreich absolvierten Studienabschlüssen von der TUM hat Christina Hering ein solides Fundament für eine berufliche Karriere nach dem Weltklassesport – seit März 2026 als Geschäftsführerin die LG Stadtwerke München, einer Gemeinschaft mehrerer Münchner Vereine. Von ihrem Büro aus blickt sie ins Dantestation – der Laufbahn, auf der die Karriere der 800-Meter-Spezialistin begann. Hier hatte sie im Alter von sechs Jahren mit dem Sport angefangen, „meine ersten Runden auf der Laufbahn gedreht“ und ihren ersten Wettkampf absolviert. Die Geschäftsführung bei der LG Stadtwerke München ist also ein „Zurück zu meinen Wurzeln“ und für sie „der perfekte Mix aus Verantwortung, Leidenschaft und Engagement für den Nachwuchs und die Leichtathletik in München“.

Christina Hering mit den olympischen Ringen.

Bild: Privat.

TUM Alumna Christina Hering bei den Team-Europameisterschaften in Polen 2019.

TUM Alumna Christin Hering lebt für den Sport und kommt dabei viel herum. Das Bild zeigt sie bei den Team-Europameisterschaften in Polen 2019. Sie liebt die besondere Atmosphäre, die durch das Zusammentreffen von Sportlerinnen aus verschiedenen Nationen und Kulturen bei internationalen Wettkämpfen entsteht (Bild: Privat).

Christina Hering

Bachelor Wissenschaftliche Grundlagen des Sports 2017, Master Management 2020

 

Von 2013 bis 2017 absolvierte Christina Hering an der TUM den Bachelor in Wissenschaftliche Grundlagen des Sports. 2020 schloss sie den Master in Management ab. Doch ihre große Leidenschaft ist die Leichtathletik. Spezialisiert hat sie sich auf den 400- und insbesondere auf den 800-Meter-Lauf. In ihrer Geburtsstadt München trainierte sie im Verein LG Stadtwerke München. Seit 2012 ist sie Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft und seit 2014 Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Christina Hering ist 18-fache Deutsche Meisterin über 800-Meter. Auf internationalem Parkett belegte sie 2019 den zweiten Platz bei der Sommer-Universiade. 2016 ging sie mit einer Reihe weiterer TUM Alumni in Rio de Janeiro, 2021 in Tokio bei den Olympischen Spielen an den Start. Seit 2026 leitet sie als Geschäftsführerin die LG Stadtwerke München.

Christina Hering ist sehr heimatverbunden. Sie liebt München als Stadt und Wohnort und genießt es sehr, hier ihre freie Zeit mit ihrer Familie und mit Freunden zu verbringen. Auch ohne den Leistungssport treibt sie viel Sport – neben dem Laufen zum Beispiel Skifahren, Tennis und Beachvolleyball spielen.