Ein Mann macht einen Handstand auf einem Felsen.

Bild: Pexels/Sam Kolder.

Alumni und Herausforderungen
Alumni-Umfrage Januar 2022
Mögen Sie Herausforderungen?
11. Apr 2022
Lesezeit ca. Min.
Was tun Sie, wenn Sie mit neuen Projekten und Aufgaben konfrontiert sind? Welches war die bisher größte Herausforderung in Ihrem Leben und was wollten Sie schon immer einmal tun, das Sie sich bisher nicht getraut haben?

Das Leben steckt voller Herausforderungen und Chancen. Wie sie damit umgehen, haben uns TUM Alumni in einer Umfrage* verraten.

 

Was ist für Sie eine Herausforderung? (mehrere Antworten möglich)

65,1 %   Wenn ich etwas tun muss, das ich noch nie getan habe.

56,8%    Wenn ich etwas tun muss, von dem ich denke, dass ich es nicht (gut) kann.

44%       Wenn ich etwas tun muss, das ich nicht tun mag.

37,8%    Wenn ich mich in einem fremden Umfeld oder unter Menschen bewege, die ich nicht kenne.

26,3%    Wenn sich Prozesse ändern, so dass ich etwas plötzlich anders tun muss als bisher.

 

 

Wenn Sie eine Aufgabe erledigen sollen, die Sie noch nie gemacht haben, dann…

47,3%    … versuchen Sie nicht an alles zu denken, was passieren kann, sondern fangen in Ruhe an und machen immer einen Schritt nach dem anderen.

42,2%    … brauchen Sie zunächst einen gut durchdachten Plan. Das gibt Ihnen Sicherheit.

39,5%    … suchen Sie sich Verbündete, die Sie bestärken oder die Ihnen helfen.

 

 

Alles Neue ist aufregend

31,9%   der TUM Alumni* sehen jede Herausforderung als neue Chance.

 

 

Logbücher und Chroniken – So halten TUM Alumni ihre Projekte fest

47,3%    der TUM Alumni halten neue Projekte als Protokoll auf dem Computer oder Tablett fest.

44,2%    nutzen dafür das Notizbuch.

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Henry Ford

Welche Pionierleistungen der Geschichte haben Sie am meisten beeindruckt? (Auswahl)
Amerikanischer Astronaut im Weltraum.

Bild: Pexels/Pixabay.

Die erste Mondlandung 1969. Eine unvorstellbare Leistung ohne die heute zur Verfügung stehenden Rechner.

Albert Einstein. Erdachte Bahnbrechendes und lies sich dabei nicht beirren.

Madame Curie mit ihrer Willensstärke, dem hohen körperlichen Einsatz, der Hingabe und dem Glauben an ihr Ziel.

Alexander von Humboldt, weil der mit sehr einfacher Ausrüstung fremde Gebiete erforschte und dabei als einer der Ersten erkannte, dass alles in der Natur voneinander abhängt und durch die Tätigkeit der Menschen auch gefährdet ist.

Mahatma Gandhi, weil er sich gewaltfrei durchgesetzt hat und dabei unglaublich führungsstark war.

Die Seefahrer des 15. Jahrhunderts. Unvorstellbar, in See zu stechen und nicht zu wissen, wo man ankommen wird.

Die größte Herausforderung meines Lebens war…
  • Ein wichtiger Vortrag vor vielen bedeutenden Zuhörern.
  • Gymnasialbildung meines autistischen Sohnes durchsetzen.
  • Eigene Charaktereigenschaften überwinden, die im Weg waren.
  • Deutsch lernen.
  • Die Ehe.
  • Die Leitung eines 750 Mio. US-Projektes.
  • Von der beruflichen Tätigkeit an der Universität in eine Industrietätigkeit.
  • Führung in Pandemiezeiten.
  • Sanierung des eigenen Wohnhauses.
  • Sterbebegleitung meines Vaters.
  • Sechs Monate in Südkorea leben.
  • Unfallversorgung eines Schwerverletzten im Straßenverkehr.
  • Ein Gespräch zu einem sehr langen schwelenden Konflikt.
  • Meine nie enden wollende Doktorarbeit zu Ende zu bringen.
  • Als Papa und Opa zu bestehen.
  • Sich beruflich zu etablieren und Erfolg zu haben.
  • Eine neue Abteilung mit 12 Mitarbeitern zu übernehmen und zu leiten.
  • Das Studium an der TUM.
  • Beruflicher Umstieg vom hochspezialisierten Elektronik-Entwickler zum IT-Manager.
  • Meiner wirklich tollen Frau immer treu zu bleiben.
  • Mit der eigenen chronischen Krankheit klarkommen und sie akzeptieren. Trotzdem positiv bleiben und nicht den Lebensmut verlieren.
  • Die Geburt und Operation meines ersten Sohnes mit Herzfehler.
  • Ehescheidung.
  • Allein ein Planungsbüro führen.
  • Promotion bei voller Berufstätigkeit und Familie.
  • Einen guten Job zu verlassen.
  • Erste Geschäftsreise ins weite Ausland, allein, als Berufseinsteigerin.
  • Das blinde Vertrauen zu Vorgesetzten verlieren und stattdessen meine Wege selbst zu gestalten, und dadurch die Ziele viel besser zu erfüllen als zuvor.
  • Geburt des ersten Kindes.
  • Das Schlagen einer Mensur.
  • Nach dem Abitur habe ich mich trotz meiner Schüchternheit als Praktikant bei einer Filialbank an den Schalter gestellt und völlig fremde Menschen bedient.
  • Meine Bachelorarbeit.
  • Hausbau mit drei kleinen Kindern.
  • In einer behördlich funktionierenden Organisation Innovationen voranzubringen, ohne jemanden umzubringen.
  • Die Entscheidung zum Studium trotz Gegenwehr meiner Eltern, die für mich eine Ausbildung präferiert haben.
  • Einen Menschen zur Rede zu stellen, der mir viel bedeutet.
  • Beruflicher Neustart nach Verlust des Arbeitsplatzes und über sechs Monaten Krankheit.
  • Alpendurchquerung auf der Nordsee/Schwarzmeer-Wasserscheide.
  • Übernahme der Leitung eines Betriebes mit zirka 100 Mitarbeitern.
  • Die Wahl des optimalen Zeitpunktes, in den Ruhestand zu treten.
  • Ich hatte die Wahl den sicheren Weg zu gehen und keine Zeit zu verlieren oder einen Umweg zu machen, der mir eventuell eine große Chance bietet.
  • Zu verstehen, dass es nicht darauf ankommt, anderen zu gefallen und von ihnen gemocht zu werden, sondern dass mein Wert nicht von der Beurteilung anderer abhängt
  • Ich habe mich im Alter von 46 Jahren selbstständig gemacht und dies war, trotz Anfangsschwierigkeiten, die beste Entscheidung in meinem beruflichen Leben.
  • Als Projektmanager musste ich ein Katastrophenprojekt lenken. Es brachte mich an meine körperlichen und familiären Grenzen.
  • Leben und arbeiten in New York mit Anfang 40.
  • Einer Frau zu sagen, dass ich sie liebe, denn ich bin unheimlich schüchtern.
  • Berufstätige Mutter sein und dabei sowohl im Job als auch in der Familie glücklich zu sein.
  • Ich startete mit dem Flugzeug in Nairobi und beim Start ist ein Motor explodiert und ich bin lebendig zu Erde zurückgekehrt.
  • Schwules Coming-Out.
  • Ein Panikanfall beim Tauchen mit der Flasche oder bei Deltafliegen.
  • Im Prinzip immer die letzte. Alle vorherigen wirken dann im Vergleich kleiner, weil man sie ja schon bewältigt hat.
An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie.

Johann Wolfgang von Goethe

Das wollte ich schon immer einmal tun:
  • Den Arbeitsplatz wechseln.
  • Eine Alpendurchquerung von Wien nach Nizza.
  • Erfindungen, die in meinem Kopf rumschwirren, in die Realität umsetzen. Wenigstens ein oder zwei.
  • Eine eigene Firma gründen.
  • Ein Auto mit mehreren 100 PS fahren.
  • Gesangsunterricht.
  • Heimwerken oder den Segelflugschein machen.
  • Die Alpspitze besteigen.
  • Mit dem Fahrrad über die Alpen nach Italien fahren. Ohne E-Motor.
  • Den PPL Pilotenschein.
  • Lernen wie man Mini-Rechner programmiert und komplexere Schaltungen aufbaut.
  • Heliskiing in den Rocky Mountains.
  • Zeit beruflich im Ausland verbringen.
  • Klavierspielen.
  • Besteigung des Mont Blanc.
  • Ein Spiel erfinden.
  • Sanitäter werden.
  • Augen lasern lassen.
  • Kontakt zu Verwandten aufnehmen, die mit engen Bezugspersonen zerstritten sind.
  • Mich langfristig um meine Finanzen kümmern.
  • Fahrt in den Norden und die Mitternachtssonne erleben, zusammen mit meiner Frau im VW-Bus.
  • Lernen, ein Flugzeug zu fliegen.
  • Meinen Schreibtisch aufräumen.
  • Ein nachhaltiges Holzhaus bauen.
  • Einfach mal nichts zu tun.
  • Mit dem Transsib von Wladiwostok nach Moskau fahren.
  • Verstreute Familie zusammenführen.
  • Nach Jerusalem über Rom pilgern.
  • Zurück in die Heimat ziehen.
  • Politisch/Gesellschaftlich aktiv zu werden und Veränderungen auf den Weg zu bringen.
  • Mir ein wirklich funktionierendes Zeitmanagement aneignen.
  • In Tibet zum Kailash reisen und die Quellen der vier Riesenflüsse besuchen.
  • Eigenheim planen, beantragen und entscheidend am Bauwerk mitgestalten.
  • In einem Orchester mitspielen.
  • Segeln lernen.
  • Einen runden Geburtstag von mir so richtig groß zu feiern (und mich feiern zu lassen).
  • Weniger Verpflichtungen haben und dafür mehr wirklich freie Zeit.
  • Straßenmusik zu machen. Solo oder mit anderen Musikern zusammen.
  • An archäologischen Ausgrabungen teilnehmen.
  • Als Medizinerin für Ärzte ohne Grenzen tätig werden.
  • Einen Leserbrief zu einem aktuell sehr umstrittenen Thema schreiben.
  • Ganz alleine verreisen, mit möglichst wenig Gepäck.
  • Gut kochen lernen
  • Marathon laufen.
  • Manager werden.
  • Zufrieden sein.
  • Nicht mehr auf die Uhr schauen müssen. Mit dem Verkauf meiner Firma wird dieser Traum jetzt Wirklichkeit.
  • Meine Biografie schreiben, arbeite aber bereits eine Weile daran.
  • Mein Wissen als Mentorin weitergeben.
  • Wieder Ballettstunden nehmen.
  • Eine längere Forschungsreise nach Südamerika zur Klärung zoologischer Fragen.
  • Schweigekloster bei den Franziskanern im Altmühltal.
  • Heiraten und eine große Familie gründen.
  • Eine Bar oder Café zu eröffnen.
  • Meine Wohnung von allem Unnötigen zu entrümpeln.
  • Ich bin jetzt 92 Jahre und 3 Monate alt und will nichts mehr tun, was ich noch nicht gewagt habe und dazu bisher keine Zeitgehabt habe.
*Die Alumni-Umfrage zum Thema Herausforderungen wurde im Januar 2022 an alle Abonnentinnen und Abonnenten des „Die TUM informiert“-Newsletters verschickt. Vollständig an der Umfrage teilgenommen haben 385 Alumni. Wir bedanken uns herzlich.