
Dr. Jan-Olaf Barth (Bild: Julia Knörzer, Sailauf).
Globale Perspektive
Seine TUM-Professoren standen den engagierten Lehrern seiner Schulzeit in nichts nach. Sie waren für Jan-Olaf Barth Mentoren und prägende Vorbilder und vermittelten ihm wissenschaftliche Exzellenz, unternehmerisches Denken und eine enge Verbindung zur Industrie. TUM-Professor Dr. Hubert Schmidtbauer ermöglichte ihm ein Praktikum am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA, während er durch TUM-Professor Dr. Wolfgang A. Hermanns Vision für eine international ausgerichtete, industrienahe Universität geprägt wurde. Sein Doktorvater TUM-Professor Dr. Johannes A. Lercher führte ihn an industrielle Denkweisen und Prozesse heran – Fähigkeiten, die Jan-Olaf Barth bis heute von großem Nutzen sind.
Die Teilnahme an einem EU Forschungsprojekt mit internationalen Industriepartnern im Rahmen der Promotion weitete zudem seinen Blick für globale Zusammenhänge.
Vom Chemiker zum Innovationsführer
Nach Abschluss seiner Promotion wollte Jan-Olaf Barth sein Wissen in der freien Wirtschaft anwenden. Bereits während seines Studiums hatte er ein Industriepraktikum in einer Pilotanlage und im Labor bei Degussa, einem Vorläuferunternehmen der Evonik, in Hanau absolviert. Die „Chemie stimmte“ und er bewarb sich. Seither ist er dem drittgrößten deutschen Chemieunternehmen und einem der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie treu geblieben und prägt als promovierter TUM Alumnus die Zukunft nachhaltiger Hochleistungskunststoffe.

2025 wurde TUM Alumnus Jan-Olaf Barth als Silberner Jubilar der TUM geehrt. Das Bild zeigt ihn im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung mit TUM-Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia Peus und TUM-Kanzler Albert Berger (Bild: Julia Knörzer, Sailauf).
Innovationen vorantreiben – Werte leben
Seit Ende 2023 leitet Jan-Olaf Barth als Senior Vice President den Bereich High Performance Polymers im Chemiepark Marl, Evonik‘s größtem Produktionsstandort und einem der größten Chemiestandorte in Deutschland. Hochleistungspolymere sind Schlüsseltechnologien für Branchen wie Automobil, Luftfahrt, Medizintechnik und erneuerbare Energien. Unter der Leitung von Jan-Olaf Barth entstehen Lösungen, die nicht nur leistungs- und wettbewerbsfähig, sondern auch nachhaltig sind – und damit einen entscheidenden Beitrag zur Transformation globaler Wertschöpfungsketten leisten.
Wir alle müssen unseren Beitrag leisten, um der nächsten Generation gute Startchancen zu geben.
Vorbild sein
Wesentliche Motivatoren für seine tägliche Arbeit sind für Jan-Olaf Barth seine hochmotivierten Kolleginnen und Kollegen mit sehr unterschiedlichen Skills und Erfahrungen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den internationalen Teams in Asien, Amerika und Europa in der Produktion, dem Vertrieb und der Forschung begeistert ihn seit über zwanzig Jahren. „Das Team macht den Unterschied“, sagt er. „Gemeinsam schafft man etwas und kann Dinge bewegen.“
Als Mentor für die Gesellschaft Deutscher Chemiker und die TUM möchte Jan-Olaf Barth jungen Menschen ein Vorbild sein. „Wir alle müssen unseren Beitrag leisten, um unsere Gesellschaft ein Stück besser zu machen und der nächsten Generation gute Startchancen zu geben“, sagt er. „Die TUM und ihre Einrichtungen spielen hierbei eine wichtige Rolle in der Ausbildung von globalen Studierenden und unter dem Aspekt des lebenslangen Lernens.“

Dr. Jan-Olaf Barth (Bild: Julia Knörzer, Sailauf).
Diplom Chemie 2000, Promotion 2003
Jan-Olaf Barth studierte und promovierte in Chemie an der TUM. Zudem hält er einen Master of Business Administration der Warwick Business School, University of Warwick, Coventry, England. Seit 2003 arbeitet er für den Evonik-Konzern, seit 2023 in der Rolle als Senior Vice President & General Manager High Performance Polymers.
Für die TUM und die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist Jan-Olaf Barth seit vielen Jahren als Mentor tätig. 2025 wurde er als Silberner Jubilar bei der Jubiläumsveranstaltung der TUM geehrt. Noch heute trifft er sich regelmäßig mit seinen Freunden und Kollegen, die er an der TUM kennengelernt hat.
Jan-Olaf Barth ist verheiratet und hat zwei Söhne. Die Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie beim Wandern und Radfahren in den Bergen.


