
Seit Februar 2026 verantwortet TUM Alumnus Dr. Christian Weingärtner als General Manager bei Ford das gesamte PKW-Geschäft in Europa nebst Strategie und Partnerschaften. Seine Ausbildung an der TUM hat ihn auf seine anspruchsvollen Aufgaben bestens vorbereitet (Bild: Ford Motor Company).
„Ich bin schon immer angetrieben von der Neugier, zu sehen, was alles möglich ist“, sagt Christian Weingärtner. „Die Lust zu gewinnen ist größer als die Angst zu verlieren.“ Nach dem erfolgreich bestandenen Abitur in Landshut trat Christian Weingärtner seinen Wehrdienst in Bad Reichenhall an. Von anderen Rekruten erfuhr er vom damals nagelneuen Studiengang TUM-BWL.
Die TUM hat mich für meine Aufgaben hervorragend vorbereitet.
Die richtigen Vorbilder
An seine Studienzeit an der TUM denkt Christian Weingärtner gerne zurück. „Ich glaube, es gab damals keine andere Universität in Deutschland – und vermutlich gibt es sie bis heute nicht –, die so viele hochkarätige Gastreferenten aufbieten konnte“, erinnert er sich. „Die nahezu wöchentlichen Vorlesungen von Top-Managern und Persönlichkeiten – einmal war sogar Bill Gates vor Ort – waren sehr motivierend und inspirierend.“ An der TUM lernte Christian Weingärtner auch viele enge Freunde kennen, die ihn bis heute privat begleiten, oder mit denen er heute in der deutschen Automobilindustrie zusammenarbeitet.
Seitenwechsel
Nach dem Diplom an der TUM stieg Christian Weingärtner bei der Boston Consulting Group ein und legte den ganzen Weg vom Associate über Consultant, Projektleiter und Principal bis hin zum Managing Director & Partner zurück.
Für Boston Consulting betreute Christian Weingärtner Ford in Detroit. Auch nach seiner Rückkehr nach Europa beriet er das Unternehmen und wurde schließlich gefragt, ob er nicht von der Berater- auf die Unternehmensseite wechseln wolle. „Als mir die Leitung von Marketing, Vertrieb und Aftersales in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeboten wurde, musste ich einfach zusagen“, sagt er. Seit Februar 2026 verantwortet Christian Weingärtner als General Manager Passenger Vehicles das gesamte PKW-Geschäft in Europa nebst Strategie und Partnerschaften für das PKW- und das leichte Nutzfahrzeuggeschäft. „Es wird auch im Konzern nie langweilig.“
Bestens vorbereitet
In seinem Job meistert Christian Weingärtner anhaltende geopolitische Turbulenzen, Chipkrise, Lieferkettenengpässe und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, die allesamt die Produktion stark beeinflussen. Gleichzeitig geht es bei seinem Tagesgeschäft auch darum, die zukünftigen Geschicke des erfolgreichen Traditionsunternehmens von E-Mobilität über Digitalisierung, Konnektivität und Vernetzung bis hin zu Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung zu lenken und zu gestalten.
Mit betriebswirtschaftlicher Tiefe, strategischem Denken und dem Anspruch, Fortschritt verantwortungsvoll zu gestalten, treibt TUM Alumnus Christian Weingärtner bei der Ford Motor Company Innovationen voran. Seine Ausbildung an der TUM hat ihn darauf vorbereitet – nicht nur fachlich, sondern auch in seiner Haltung, komplexe Probleme strukturiert zu lösen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. „Viele der Lehrstühle der TUM arbeiten sehr eng mit der Autoindustrie zusammen“, sagt Christian Weingärtner. „So haben wir im Studium bereits viele Einblicke in diese wirklich spannende Industrie erhalten.“

Dr. Christian Weingärtner (Bild: Ford Motor Company).
Von 2002 bis 2007 studierte Christian Weingärtner TUM-BWL. In den Jahren 2010 bis 2012 promovierte er in BWL an der Universität Zürich in der Schweiz. Nach dem Studium an der TUM war Christian Weingärtner vierzehn Jahre lang für die Boston Consulting Group tätig, zuletzt als Managing Director & Partner. 2019 wechselte er zur Ford Motor Company nach Köln. Dort besetzt er seit Anfang 2026 die Rolle des General Manager Passenger Vehicles & VP Strategy/Partnerships.
Christian Weingärtner lebt mit seiner Frau, seiner zweijährigen Tochter und dem leicht verrückten Dackel mittlerweile wieder in München. In den letzten zwei Jahren haben sie ihre Wohnung kernsaniert und sind jetzt froh, dass sie diese gemeinsam genießen können. Vom Dachfenster aus sieht Christian Weingärtner den Turm der TUM. „Weit bin ich also nicht gekommen“, scherzt er.


